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2013 Inhalte

Überblick Jahrgang 88 (2013)

Heft 1-2: Internationale Schutzverantwortung – Normative Erwartungen und politische Praxis

Herausgegeben von Christopher Daase und Julian Junk

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Die NATO-geführte und UN-mandatierte internationale Intervention in Libyen und die Diskussionen um den richtigen Umgang mit der Situation in Syrien hat die Responsibility to Protect in das Blickfeld der öffentlichen wie der akademischen Diskussion gerückt, wobei sich eine Diskrepanz zwischen normativer Innovation und der Praxis globaler Politik offenbart. Die Beiträge dieses Schwerpunktheftes diskutieren Normen humanitärer Interventionen und die sie legitimierenden Praktiken. Dabei stellt sich in kontra-intuitiver Weise heraus: Das Scheitern von Normen und normative Widersprüche sind nicht zwangsläufig ein Rückschritt, sondern ein konstitutives Element globaler Politik.


Thema

Scheitert die Norm der Schutzverantwortung? Der Streit um Normbegründung und Normanwendung der R2P
Nicole Deitelhoff

Die Legalisierung der Legitimität – Zur Kritik der Schutzverantwortung als emerging norm
Christopher Daase

Die Sicherheitsratsresolution 1973 zum Fall Libyen – Ein Meilenstein für die völkerrechtliche Verankerung der Responsibility to Protect
Christopher Verlage

Libyen, das Prinzip der Schutzverantwortung und Deutschlands Stimmenthaltung im UN-Sicherheitsrat bei der Abstimmung über Resolution 1973 am 17. März 2011
Wolfgang Seibel

Responsibility to Pretend? Symbolische Politik und die nicht-militärische Dimension der R2P
Caroline Fehl

Humanitäre Appelle, humanitäre Interventionen? Medienberichterstattung, Regierungshandeln und das internationale Eingreifen im Sudan
Julian Junk

Dilemmata des internationalen Schutzes von Menschen vor innerstaatlicher Gewalt. Ein Ausblick
Lothar Brock


Abhandlungen

Wahlen in Zeiten der Strafverfolgung. Die Situation in Kenia und der Internationale Strafgerichtshof
Mayeul Hiéramente





Heft 3-4: Accountability of Peacekeepers

Editors: Andreas von Arnauld, Hannah Birkenkötter and Sinthiou Estelle Buszewski

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MINUSTAH and the Haitian cholera case as well as a number of recent Dutch court decisions on the 1995 Srebrenica massacre have fuelled the debate on the remedy gap surrounding UN peacekeeping missions. The current issue focuses on the legal dimensions of holding peacekeepers accountable: questions of attribution and responsibility, of compensation, and criminal prosecution. It highlights the problems of ensuring accountability by legal means in a multi-level context and also discusses pertinent procedural problems in “delivering” accountability.


Articles

Modes of Legal Accountability: The Srebrenica Example
Andreas von Arnauld / Sinthiou Buszewski

To Share or Not to Share? The Allocation of Responsibility between International Organizations and their Member States
Christiane Ahlborn

The United Nations and the Remedy Gap: The Haiti Cholera Dispute
Katarina Lundahl

Victims Caught Between a Rock and a Hard Place: Individual Compensation Claims against Troop-Contributing States
Tomas Macura

Individual Criminal Responsibility Under Aiding and Abetting After the Specifi c Direction Requirement in the Taylor and Perišic´ Cases
Vanshika Vij

Explaining Srebrenica: Establishing a Narrative through Criminal Trials
Julian Junk

Dilemmata des internationalen Schutzes von Menschen vor innerstaatlicher Gewalt. Ein Ausblick
Hannah Birkenkötter

The Victims Who Are Not Quite Victim Enough: How the ICC Creates Divides Within Victim Communities
María Juliana Machado Forero / Sandra Karlsson / Lisa-Marie Rudi



Band 87, Heft 1: Aufstand und Revolution im Arabischen Raum
Das Jahr 2011 hat den Zusammenbruch verschiedener autoritärer Systeme im arabischen Raum gebracht, was für eine Region von singulärer weltpolitischer Bedeutung neue Fragen aufwirft. Einigen wichtigen Fragen geht das vorliegende Heft in seinem Themenschwerpunkt nach: Welche Auswirkungen haben die Veränderungen auf die Palästinenserfrage? Welche Rolle soll der Islam in der Politik arabischer Staaten spielen? Erkennt das Völkerrecht ein Recht auf Demokratie an, und mit welchen Mitteln dürfte ein solches Recht durchgesetzt werden? Welche Rolle spielen ausländische Akteure, namentlich die Europäische Union, im Prozess des Wandels? Beschlossen wird das Heft mit einem freien Beitrag zu einer Neubewertung von ökologischem Wandel in der Friedens- und Konfliktforschung.
Band 87, Heft 1: Aufstand und Revolution im Arabischen Raum
Das Jahr 2011 hat den Zusammenbruch verschiedener autoritärer Systeme im arabischen Raum gebracht, was für eine Region von singulärer weltpolitischer Bedeutung neue Fragen aufwirft. Einigen wichtigen Fragen geht das vorliegende Heft in seinem Themenschwerpunkt nach: Welche Auswirkungen haben die Veränderungen auf die Palästinenserfrage? Welche Rolle soll der Islam in der Politik arabischer Staaten spielen? Erkennt das Völkerrecht ein Recht auf Demokratie an, und mit welchen Mitteln dürfte ein solches Recht durchgesetzt werden? Welche Rolle spielen ausländische Akteure, namentlich die Europäische Union, im Prozess des Wandels? Beschlossen wird das Heft mit einem freien Beitrag zu einer Neubewertung von ökologischem Wandel in der Friedens- und Konfliktforschung.