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2014 Inhalte

Überblick Jahrgang 89 (2014)

Heft 1-2: Die Ukraine-Krise

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Die Krise in der Ukraine hat Europa und die Welt 2014 in Atem gehalten. Was als Protestbewegung für Demokratie und Rechtsstaatlichkeit auf dem Kiewer Maidan-Platz anfing, hat sich zu einem manifesten Gewaltkonflikt entwickelt, bei dem bisherige Lösungsversuche erfolglos blieben und die Gefahr weiterer Eskalation besteht. Auf dem Spiel steht die europäische Friedensordnung, wie sie im Rahmen der Konferenz über Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa entstanden ist; Prinzipien, Normen und Verfahren, die sich nach dem Ende des Ost-West-Konflikts entwickelt und etabliert hatten, scheinen in Frage gestellt. Das aktuelle Heft beleuchtet neben der politischen und völkerrechtlichen auch die innergesellschaftliche Dimension der Krise. Es greift aktuelle Kontroversen auf und will zur Suche nach konstruktiven Wegen der Konfliktbewältigung beitragen.


Debatte: Außenpolitische Konsequenzen aus der Ukraine-Krise?

Die Ukraine-Krise: Entscheidung über die Zukunft einer europäischen Friedensordnung
Ute Finckh-Krämer

Die Ukraine-Krise: EU Perspektive und Transformationsagenda zum Erhalt der europäischen Friedensordnung
Manuel Sarrazin


Die Ukraine-Krise im internationalen politischen Kontext
Die Ukraine-Krise: Geopolitik und Identität im Verhältnis zwischen Russland und dem Westen
August Pradetto

Zurück auf der sicherheitspolitischen Bühne – Die Ukrainisch-Russische Krise und die OSZE in der Europäischen Sicherheitsarchitektur
Andrea Gawrich

Die Europäische Union und die Ukraine
Von enttäuschten Erwartungen zu konstruktivem Krisenmanagement?
Gisela Müller-Brandeck-Bocquet / Philipp Gieg

Die Europäische Nachbarschaftspolitik gegenüber der Ukraine: Vom Scheitern einer Politik mit technokratischen Mitteln
Anne Wetzel


Völkerrechtliche Aspekte der Ukraine-Krise

Ungebetene Gäste – Zum Eingreifen auf Einladung in der Ukraine 2014
Heike Krieger

Der völkerrechtliche Status der Krim und ihrer Bewohner
Hans-Joachim Heintze

Der Schutz ihrer Landsleute im Ausland durch die Russländische Föderation unter besonderer Berücksichtigung der Ukraine
Michael Geistlinger

Von Wirtschaftssanktionen und Energieversorgungssicherheit:
Völkerrechtliche Betrachtungen zu staatlichen Handlungsoptionen in der Ukraine-Krise
Felix Boor / Karsten Nowrot



Gesellschaftspolitische Entwicklungen in der Ukraine

Eine geteilte Nation? Die Rolle der Identitätspolitik in der ukrainischen Krise
Tatiana Zhurzhenko

Nationale Narrative im Konflikt: Euromaidan und darüber hinaus
Karina V. Korostelina




Heft 3-4: Dekonstruktion von Souveränität

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In den vergangenen 350 Jahren hat sich Souveränität als zentrale Norm außenpolitischen und internationalen Handelns durchgesetzt. Gleichzeitig
gab es im Zuge ordnungspolitischer Umbrüche immer auch Perioden der Infragestellung dieses Grundsatzes. Die Autor_innen fragen nach den spezifi schen Charakteristika einer solchen verstärkt auftretenden Dekonstruktion von Souveränität in Interventionsdiskursen seit dem Ende der bipolaren Ordnung vor etwa 25 Jahren. Der Fokus liegt auf zeit- und situationsbedingten Debatten in den Bereichen der (außen-)politischen Konzeption, der Kriegsführung sowie des Völkerrechts, welche die Negation der generell anerkannten, beanspruchten und daher im Allgemeinen auch positiv konnotierten Norm Souveränität als legitim und sogar notwendig erscheinen lassen.


Zum Tode von Arno Spitz

Ernst-Renatus Zivier


Einleitung

Es begann mit dem „Ende der Geschichte“.
Souveränitätsdiskurse und westliche Weltordnungspolitik
Michael Staack / Denis Liebetanz


Debatte

Dekonstruktion von Souveränität.
Diskurse zur Legitimierung militärischer Interventionen
August Pradetto


Beiträge

Souveränität als fundamentales Konzept des Völkerrechts
Andreas von Arnauld

Souveränität über natürliche Ressourcen im postkolonialen Völkerrecht
Sigrid Boysen

Das Ende der Souveränität? – Über die Entstehung neuer Gewalträume im Krieg gegen den Terrorismus
Janosch Prinz / Conrad Schetter

Comprehensive Approach – ein Auslaufmodell?
Die fragwürdige Geschichte erweiterter Sicherheit
Corinna Hauswedell

 

Band 87, Heft 1: Aufstand und Revolution im Arabischen Raum
Das Jahr 2011 hat den Zusammenbruch verschiedener autoritärer Systeme im arabischen Raum gebracht, was für eine Region von singulärer weltpolitischer Bedeutung neue Fragen aufwirft. Einigen wichtigen Fragen geht das vorliegende Heft in seinem Themenschwerpunkt nach: Welche Auswirkungen haben die Veränderungen auf die Palästinenserfrage? Welche Rolle soll der Islam in der Politik arabischer Staaten spielen? Erkennt das Völkerrecht ein Recht auf Demokratie an, und mit welchen Mitteln dürfte ein solches Recht durchgesetzt werden? Welche Rolle spielen ausländische Akteure, namentlich die Europäische Union, im Prozess des Wandels? Beschlossen wird das Heft mit einem freien Beitrag zu einer Neubewertung von ökologischem Wandel in der Friedens- und Konfliktforschung.
Band 87, Heft 1: Aufstand und Revolution im Arabischen Raum
Das Jahr 2011 hat den Zusammenbruch verschiedener autoritärer Systeme im arabischen Raum gebracht, was für eine Region von singulärer weltpolitischer Bedeutung neue Fragen aufwirft. Einigen wichtigen Fragen geht das vorliegende Heft in seinem Themenschwerpunkt nach: Welche Auswirkungen haben die Veränderungen auf die Palästinenserfrage? Welche Rolle soll der Islam in der Politik arabischer Staaten spielen? Erkennt das Völkerrecht ein Recht auf Demokratie an, und mit welchen Mitteln dürfte ein solches Recht durchgesetzt werden? Welche Rolle spielen ausländische Akteure, namentlich die Europäische Union, im Prozess des Wandels? Beschlossen wird das Heft mit einem freien Beitrag zu einer Neubewertung von ökologischem Wandel in der Friedens- und Konfliktforschung.