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2015 Inhalte

Überblick Jahrgang 90 (2015)

Heft 1-2: Intelligence! Konflikte und Konfliktvermeidung durch Informationsgewinnung

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Diese Schwerpunktausgabe dokumentiert, dass verdeckte Informationsgewinnung ein Thema der Friedens- und Konfliktforschung ist. Dabei geht es einerseits um Konfl ikte, die durch geheime und verdeckte Informationsgewinnung erst entstehen, andererseits auch darum auszuloten, inwieweit solche Informationsoperationen nötig sind, um Konflikten vorzubeugen. Die Beiträge im Schwerpunktteil untersuchen die Rolle von Geheimdiensten und Staatsgeheimnissen in der Demokratie, menschenrechtliche Fragen der „bulk surveillance“, den Beitrag von Auslandsgeheimdiensten zur Konfliktprävention, völkerrechtliche Rahmenbedingungen informationeller und medialer Konfl ikte sowie die Rolle von Vertraulichkeit im Menschenrechts-Monitoring. In that infi nite book of secrecy, a little let us read!


Editorial
Andreas von Arnauld / Tobias Debiel / Christian Tomuschat


Debatte: Geheimnisse und Staatsgeheimnisse: Wie demokratisch?

Der demokratische Rechtsstaat und das Geheimnis der Dienste – Neubewertung eines Spannungsverhältnisses
Konstantin von Notz

Der Transparenz(alb)traum
Steffen Augsberg


Abhandlungen

Geheimdienste vor Gericht – die gerichtliche Aufarbeitung der massenhaften Überwachung im Vereinigten Königreich und die Europäische Menschenrechtskonvention
Felix Bieker

Nur Vasall in Washingtons Gnaden? Informationsgewinnung, Konflikt und Konfliktvermeidung durch den BND
Witold Mucha

Hybrid Warfare: zwischen Cyber-Attacken und Manipulation von Informationen
Pierre Thielbörger / Robin Ramsahye

Funktion und Bedeutung von Vertraulichkeit im Menschenrechts-Monitoring – Ein Praxisbericht
Renate Kicker


Freie Beträge

Die EU3-Initiative zum iranischen Atomprogramm: Ausdruck europäischer Kohärenz und Krisenkonsolidierung?
Eva Mareike Schmitt / Timo Gertler

Blockfreiheit und Sozialismus: der Beitrag Jugoslawiens zur Völkerrechtsentwicklung nach 1945
Arno Trültzsch


Heft 3–4: Der „Islamische Staat“


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Der selbsternannte „Islamische Staat“ scheint verschieden von anderen uns bekannten Terrororganisationen. Seinem Plan, mittels brutaler und medienwirksam inszenierter Gewalt Land zu erobern und zu kontrollieren, haftet etwas Archaisches an. Diese Ausgabe der „Friedens-Warte“ untersucht das Phänomen näher: Wie unterscheidet sich der IS von Terrorgruppen wie Al-Qaida? Welche Bedeutung kommt der „Landnahme“ in strategischer und religiös-ideologischer Hinsicht zu? Haben wir es mit einem „Staat“ im Werden zu tun? Was bringt junge Menschen, insbesondere Frauen, dazu, sich dem IS anzuschließen? Auf welche völkerrechtlichen Grundlagen lassen sich Militäreinsätze gegen den IS stützen? Ergänzt wird das Heft durch einen Beitrag, der Peacebuilding vor dem Hintergrund der Einbeziehung nichtstaatlicher Akteure als ein polyzentrisches Governance-Problem interpretiert.


Editorial
Andreas von Arnauld / Tobias Debiel / Christian Tomuschat


Debatte: Die Beteiligung der Bundeswehr am Kampf gegen den „Islamischen Staat“

Außenpolitik im Blindflug
Anton Hofreiter

Syrien als Prisma außenpolitischer Herausforderungen: Warum das Anti-IS-Mandat ein Bekenntnis zu Europa und seiner Verantwortung im Nahen und Mittleren Osten ist
Norbert Röttgen


Abhandlungen

The Status of the ‘Islamic State’ under International Law
Christian Tomuschat

The Right of Self-Defence under Article 51 of the UN Charter against the Islamic State in Iraq and the Levant
Ignaz Stegmiller

„Bleiben und Ausdehnen“: Ideologie, Organisation und Strategie des „Islamischen Staats“
Sebastian Lange

Heimkehr ins Kalifat? Historische Ursprünge und gegenwärtige Folgen der sakralen Geographie des Dschihadismus
Sebastian Huhnholz

Territorium als Faktor terroristischer Gewalt: Der „Islamische Staat“ und die Auswirkungen territorialer Kontrolle
Max Hoffmann

Women Fighters in the “Islamic State” and Al-Qaida in Iraq: A Comparative Analysis
Jennifer Philippa Eggert


Freier Betrag

Fragmentierte Friedenssicherung: Potenziale und Probleme polyzentrischen Regierens in gewaltzerrütteten Gesellschaften
Tobias Debiel
Band 87, Heft 1: Aufstand und Revolution im Arabischen Raum
Das Jahr 2011 hat den Zusammenbruch verschiedener autoritärer Systeme im arabischen Raum gebracht, was für eine Region von singulärer weltpolitischer Bedeutung neue Fragen aufwirft. Einigen wichtigen Fragen geht das vorliegende Heft in seinem Themenschwerpunkt nach: Welche Auswirkungen haben die Veränderungen auf die Palästinenserfrage? Welche Rolle soll der Islam in der Politik arabischer Staaten spielen? Erkennt das Völkerrecht ein Recht auf Demokratie an, und mit welchen Mitteln dürfte ein solches Recht durchgesetzt werden? Welche Rolle spielen ausländische Akteure, namentlich die Europäische Union, im Prozess des Wandels? Beschlossen wird das Heft mit einem freien Beitrag zu einer Neubewertung von ökologischem Wandel in der Friedens- und Konfliktforschung.
Band 87, Heft 1: Aufstand und Revolution im Arabischen Raum
Das Jahr 2011 hat den Zusammenbruch verschiedener autoritärer Systeme im arabischen Raum gebracht, was für eine Region von singulärer weltpolitischer Bedeutung neue Fragen aufwirft. Einigen wichtigen Fragen geht das vorliegende Heft in seinem Themenschwerpunkt nach: Welche Auswirkungen haben die Veränderungen auf die Palästinenserfrage? Welche Rolle soll der Islam in der Politik arabischer Staaten spielen? Erkennt das Völkerrecht ein Recht auf Demokratie an, und mit welchen Mitteln dürfte ein solches Recht durchgesetzt werden? Welche Rolle spielen ausländische Akteure, namentlich die Europäische Union, im Prozess des Wandels? Beschlossen wird das Heft mit einem freien Beitrag zu einer Neubewertung von ökologischem Wandel in der Friedens- und Konfliktforschung.
Band 87, Heft 1: Aufstand und Revolution im Arabischen Raum
Das Jahr 2011 hat den Zusammenbruch verschiedener autoritärer Systeme im arabischen Raum gebracht, was für eine Region von singulärer weltpolitischer Bedeutung neue Fragen aufwirft. Einigen wichtigen Fragen geht das vorliegende Heft in seinem Themenschwerpunkt nach: Welche Auswirkungen haben die Veränderungen auf die Palästinenserfrage? Welche Rolle soll der Islam in der Politik arabischer Staaten spielen? Erkennt das Völkerrecht ein Recht auf Demokratie an, und mit welchen Mitteln dürfte ein solches Recht durchgesetzt werden? Welche Rolle spielen ausländische Akteure, namentlich die Europäische Union, im Prozess des Wandels? Beschlossen wird das Heft mit einem freien Beitrag zu einer Neubewertung von ökologischem Wandel in der Friedens- und Konfliktforschung.