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Kurzporträt

Die Friedens-Warte ist die älteste Zeitschrift im deutschsprachigen Raum für Fragen der Friedenssicherung und der Internationalen Organisationen. Seit ihrer Gründung 1899 durch den späteren Friedensnobelpreisträger Alfred H. Fried stellt sie ein zentrales Forum für die Diskussion friedenswissenschaftlicher Fragen dar.

Spätestens seit dem Ende des Ost-West-Konflikts wird Frieden nicht länger allein als Abwesenheit von zwischenstaatlicher Gewalt definiert, sondern als ein vielschichtiges und komplexes Konzept, das die Bedingungen der Möglichkeit eines gewaltfreien Miteinanders einbezieht. Die heutige Friedenswissenschaft nimmt die Dynamiken und Folgen innerstaatlicher Gewaltkonflikte, ökonomische Verarmungsprozesse, Klimakatastrophen sowie die Bedrohung durch den internationalen Terrorismus ebenso in den Blick wie Bedrohungen der Sicherheit des Individuums. Mit dieser Erweiterung des Fokus geht eine Erweiterung der relevanten Fachdisziplinen einher. Neben der Politik- und Rechtwissenschaft als den traditionellen Leitdisziplinen bieten wirtschafts- und naturwissenschaftliche ebenso wie sozialpsychologische oder soziologische Analysen wichtige Beiträge zu friedenswissenschaftlichen Debatten. Friedenswissenschaft hat einen betont interdisziplinären Charakter.

Diesem interdisziplinären Charakter der Friedenswissenschaft entsprechend äußern sich in der Friedens-Warte namhafte nationale und internationale Wissenschaftler/innen aus unterschiedlichen Fachrichtungen mit speziellen Forschungsbeiträgen zu aktuellen und grundlegenden Themen der Friedens- und Konflikt­forschung. Neben dem fachlichen Austausch innerhalb und zwischen den friedenswissenschaftlichen Disziplinen will die Zeitschrift traditionell einen Beitrag dazu leisten, das für eine Politik der aktiven Friedensgestaltung erforderliche Fachwissen in die politische Praxis zu vermitteln. Zuverlässigkeit und gute Lesbarkeit der Beiträge zeichnen sie daher aus.

Seit der Ausgabe 1/2012 haben die Hefte folgende Struktur:

Eingereichte Abhandlungen und freie Beiträge werden vor der Veröffentlichung von jeweils zwei ausgewiesenen Experten/innen anonym begutachtet.